Wer das Inter­net lieb hat, ist ver­mut­lich SOPA-Gegner. Wer das nun auch nach außen hin zeigen und auf die Prob­lematik aufmerk­sam machen möchte, kann ein kleines Skript namens SOPA-Blackout auf seiner Web­seite ein­binden: Es schwärzt die kom­plette Seite und stellt einen Infor­ma­tion­s­text zu SOPA dar; nach einem Klick wird der angezeigte Layer unsicht­bar geschal­tet und die eigentliche Seite sichtbar.

Kaum ein Geset­ze­sen­twurf hat so viel Internet-Entrüstung aus­gelöst wie die Anti-Piraterie-Legislatur SOPA: Der Stop Online Piracy Act es amerikanis­chen Copyright-Inhabern ermöglichen, die Ver­bre­itung urhe­ber­rechtlich geschützter Inhalte wirk­sam zu behin­den. Zum Ärger zahlre­icher Internet-Nutzer soll SOPA im Fall der Fälle recht tief in die Struktu des Inter­nets ein­greifen: Sollte der Entwurf Gesetz wer­den, kön­nten laut US-Recht nicht nur Domains ges­perrt wer­den, die Urhe­ber­rechtsver­let­zun­gen bege­hen, son­dern auch Unternehmen, die irgend­wie mit dieser Seite koop­ierieren — etwa durch das Anbi­eten eines Bezahlsys­tems oder der Auflis­tung in einer eignene Such­mas­chine. Dieser The­o­rie zufolge wären Seiten wie YouTube, Wikipedia und Face­book vor ein ern­stes Prob­lem gestellt, weshalb die Liste der Geg­ner des Entwur­fes immer länger wird: Google, Face­book und Twit­ter gehören zu den promi­nen­ten Geg­n­ern. Mehr Infor­ma­tio­nen findet man in einem schön geschriebe­nen Artikel der FAZ.

Bild: kalexan­der­son